Unsere Konzerte in der Rückschau
Karfreitag, 3. April 2026 – 15 Uhr – Ev. Stadtkirche Unna
KONZERT ZUR STERBESTUNDE CHRISTI

Am Karfreitag, den 3. April um 15:00 Uhr werden im traditionellen Konzert zur Sterbestunde Werke aus der Romantik und Spätromantik musiziert. Unter dem Motto „Ich steh an deinem Kreuz“ lassen die Philipp-Nicolai-Kantorei Unna, die Geigerin und Bratschistin Inna Tcherkassova und Daria Burlak (Klavier und Leitung) den Passionsgesang op. 46 von Joseph Gabriel Rheinberger, Prélude, fugue et variation op. 18 von César Franck in einer Bearbeitung für Violine und Klavier sowie weitere Chor- und Instrumentalwerke von Robert Schumann, Michail Glinka u. a. erklingen. Die Liturgie wird von Pfarrerin Dr. Jula Well gestaltet, Susanne Firlus übernimmt die Lesung.
Der Eintritt ist frei.
WEIHNACHTSKONZERT BEI KERZENSCHEIN
3. Adventssonntag, 14. Dezember 2025 – 17:00 – Ev. Stadtkirche Unna
Herzliche Einladung zum traditionellen Weihnachtskonzert bei Kerzenschein am 3. Adventssonntag, den 14. Dezember um 17:00 Uhr. Die Philipp-Nicolai-Kantorei Unna, der Posaunenchor Unna sowie das ensemble tibicinium (Leitung: Carsten Schattauer) musizieren unter der Leitung von Kantorin Daria Burlak, die auch am Flügel, an der Orgel und als Sopranistin zu hören sein wird. Im bunt gemischten Programm finden sich traditionelle Advents- und Weihnachtslieder wie „Tochter Zion“, „Stille Nacht“ oder „O du fröhliche“ (auch das Publikum ist dabei zum Mitsingen eingeladen!), keltische Musik, stimmungsvolle Adventsmeditationen, Filmklassiker wie „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, Weihnachtslieder von John Rutter, der in diesem Jahr sein 80. Jubiläum feierte, aber auch Werke aus der Zeit der Renaissance sowie in Originalsprachen gesungene weihnachtliche Musik aus Schweden und Argentinien, die in der vom Kerzenschein beleuchteten historischen Stadtkirche ihre Wirkung entfalten wird.
Tickets zum Preis von 20/17/14 € (zuzügl. Serviceentgelt) sind ab sofort hier online sowie im zib erhältlich. Restkarten werden ggf. an der Abendkasse (23/20/17 €) angeboten.
Ausführende:
Philipp-Nicolai-Kantorei Unna
ensemble tibicinium (Leitung: Carsten Schattauer)
Posaunenchor Unna
Daria Burlak, Klavier, Orgel, Gesang und Leitung
ORATORIENKonzert
Samstag, 27. September 2025 – 20 Uhr – Ev. Stadtkirche Unna
Programm:
Antonín Dvořák (1841-1904)
Larghetto aus der Serenade für Streicher op. 22
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
„Misericordias Domini“
Maurice Durufle (1902-1986)
Requiem op. 9 in der Fassung für Kammerorchester und Orgel
Mitwirkende:
Philipp-Nicolai-Kantorei
Ensemble Ghiribizzo
Cordula Boy, Mezzosopran
Hanno Kreft, Bariton
Uta Deilmann, Harfe
Larissa Blechmann, Orgel
Leitung: Daria Burlak

Zu den Werken:
Im Mittelpunkt des Programms steht das Requiem op. 9 des französischen Komponisten Maurice Duruflé (1902-1986), das in der Fassung für Mezzosopran, Bariton, gemischten Chor, Kammerorchester (Streicher, Trompeten, Harfe, Pauken) und Orgel erklingt.
Das Werk gilt als Meisterstück französischer Kirchenmusik. Es handelt sich um ist eine Vertonung der lateinischen Totenmesse, die 1947 erstmals aufgeführt wurde.
Der Aufbau und die ruhige, sanfte, tröstend-kontemplative Grundstimmung des Requiems ähneln sich stark dem 60 Jahre zuvor entstandenen Requiem von Gabriel Fauré.
Maurice Duruflés Kompositionsstil besitzt durch seine Originalität, einen besonderen Umgang mit Klangfarben und durch seinen bemerkenswerten harmonischen Reichtum einen hohen Wiedererkennungswert. In seiner Musik verbindet Duruflé Einflüsse aus der Spätromantik und dem Impressionismus mit der Verwendung der gregorianischen Gesänge. Darüber schrieb er: „Das (…) Requiem basiert gänzlich auf Themen der gregorianischen Totenmesse. Manchmal ist der Notentext vollständig übernommen, der Orchesterpart dient dann nur zu seiner Unterstützung und Kommentierung; ein anderes Mal habe ich mich lediglich inspirieren lassen oder mich völlig entfernt, besonders beim ‚Domine Jesu Christe‘, beim ‚Sanctus‘ und ‚Libera me’… Im Allgemeinen war ich bestrebt, meine Komposition ganz und gar von dem besonderen Stil der gregorianischen Themen durchdringen zu lassen“. Das Requiem endet mit dem ätherisch anmutenden Satz „In paradisum“. Damit drückt Duruflé die urchristliche Hoffnung auf ein Weiterleben nach dem Tod und die Ewigkeit des Paradieses aus.
Eröffnet wird das Konzert mit dem Larghetto aus der Serenade E-Dur für Streichorchester, op. 22, einem der schönsten und innigsten langsamen Sätzen der gesamten Romantik.
Es folgt „Misericordias Domini“ d-Moll KV 222 (205a) von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791). Die Motette im strengen kontrapunktischen Stil ist nur auf den kurzen Text komponiert: „Misericordias Domini cantabo in aeternum“ (die Barmherzigkeit des Herrn will ich besingen in Ewigkeit). Die Tonart d-Moll steht bei Mozart für größte Dramatik und Ausdruckskraft. Manch eine Wendung kann man als Vorausnahme der späteren Werke in dieser Tonart wahrnehmen (Requiem, Don Giovanni…)
KANTATENGOTTESDIENST
Sonntag, 28. Sept. 2025, 11:00 Uhr | Ev. Stadtkirche
Dietrich Buxtehude (1637-1707)
,,Der Herr ist mit mir“ BuxWV 15 u. a.
Philipp-Nicolai-Kantorei Unna
Ensemble Ghiribizzo
Daria Burlak, Continuo und Leitung
Konzert zur Sterbestunde Christi
Karfreitag, 18. April 2025 – 15 Uhr – Ev. Stadtkirche Unna

Leitung: Daria Burlak
Auf dem Programm stehen die Motetten „Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen“ von Johannes Brahms (1833-1897), „Vexilla regis prodeunt“ von Anton Bruckner (1824-1896) und „Wie liegt die Stadt so wüst“ von Rudolf Mauersberger (1889-1971) sowie das Oratorium „Die Sieben Worte Jesu am Kreuz“ von César Franck (1822-1890) in der Fassung für SolistInnen (Meike Zacke, Sopran; Gustavo Martín Sánchez, Tenor; und Hanno Kreft, Bariton) Orgel (Larissa Blechmann), Viola (Jutta Bednarz), Harfe (Kathrin Montero Küpper) und Chor.
Die Liturgie wird von Pfarrerin PD Dr. Jula Well gestaltet, Wolfgang Frenser übernimmt die Lesung.
Der Eintritt ist frei.
Zu den Werken:
Die Motette „Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen“ von Johannes Brahms (1833-1897) ist einer Vertonung der Texte aus dem Alten und Neuen Testament (Buch Hiob, Klagelieder Jeremias, Brief des Jakobus), die im Lutherchoral „Mit Fried und Freud ich fahr dahin“ ihren Abschluss findet. Hier verbindet Brahms die polyphonen Techniken der alten Meister mit der modernen Tonsprache und expressiver Chromatik und Harmonik. Er selbst bezeichnete seine Motette als eine „kleine Abhandlung über das große ‚Warum‘“, die Grundfrage der Theodizee nach dem Sinn des Leidens und des Sterbens.
Die Motette „Vexilla regis prodeunt“ von Anton Bruckner (1824-1896) basiert auf dem Text des lateinischen Hymnus auf das Kreuz Jesu Christi, den Venantius Fortunatus im 6. Jahrhundert verfasste. Es handelt sich um Bruckners letzte kirchenmusikalische Komposition, die er „nach reinem Herzendrange“ komponiert hat, während er sich bemühte, seine neunte und letzte Symphonie zu vollenden. Diese Motette ist im phrygischen Modus geschrieben, mit für Bruckner typischen Modulationen in fremde Tonarten.
Rudolf Mauersberger (1889-1971) greift in seiner Trauermotette „Wie liegt die Stadt so wüst“, die er unter den Eindrücken der Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg in der Karwoche 1945 für den Dresdner Kreuzchor komponierte, auf die ausdrucksstarken Klagelieder Jeremias in der Übersetzung Martin Luthers zurück. Wie Brahms betont auch Mauersberger das „Warum“ und formuliert die Bitte an Gott nach Erbarmen: „Bringe uns wieder zu dir“. Die Motette fand ihre Uraufführung in der ersten Vesper des Dresdner Kreuzchores nach dem Krieg in der ausgebrannten Kreuzkirche.
„Die Sieben Worte Jesu am Kreuz“ hat César Franck (1822-1890) im Jahr 1859 komponiert. Wie viele seiner Kompositionen fand das Oratorium allerdings erst viele Jahre nach seinem Tod Beachtung: Es wurde erst im Jahr 1977 uraufgeführt. Als Grundlage nutzt César Franck neben den entsprechenden Worte Jesu auch Texte aus dem Alten und Neuen Testament sowie aus dem Stabat Mater. Der Erstausgeber Armin Landgraf schreibt über dieses Werk: „Es steht in der Tradition des von der Klassik geprägten Stils, durchsetzt mit Elementen der grande opéra. <…> Franck geht es um die musikalische Vertiefung dessen, was hinter dem äußeren Handlungsablauf des Geschehens von Golgatha steht und in den Worten des Gekreuzigten sich zeichenhaft zu erkennen gibt: Vergebung, Heilszusage, Mit-Leiden, Verlassenheit und Not, Erlösung, Gottergebenheit“.

